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Was ist ein Stammbaum - eine Ahnentafel? Rassekatzen besitzen
einen Stammbaum, auch Ahnentafel genannt, die bei allen Organisationen
ähnlich aufgebaut ist:
| Name der Organisation |
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Zuchtbuch-Nummer |
| Name der Katze |
Geburtsdatum |
Geschlecht |
Rasse- und Farbcode |
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Züchter |
Zusatzinformation |
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Eltern
1. Generation |
Großeltern
2. Generation |
Urgroßeltern
3. Generation |
Ururgroßeltern
4. Generation |
| Vater |
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| Mutter |
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Bei manchen Organisationen ist der Stammbaum im Hochformat, bei
anderen im Querformat.
Je nach Organisation gibt es 3-Generationen-Stammbäume, oder
4-Generationen-Stammbäume, aber auch mehr Generationen (eine Frage des
Geldes, wie viel der Züchter für den Stammbaum ausgeben will).
Die Katze besitzt einen Namen, der meist aus
 | einem Vornamen
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 | und dem Zwingernamen |
besteht.
Zwingername
Jede Organisation registriert die Zwingernamen (quasi der
Familiename der Katze) für sich selbst. Es gibt keine übergreifende
zentrale Registrierung der Zwingernamen; damit kann derselbe Zwingername bei
mehreren Organisationen vorkommen. Es kann so gar vorkommen, dass
derselbe Zwingername mehrmals im selben Land aufscheint, aber zu
verschiedenen Züchtern aus verschiedenen Organisationen gehört.
Der Zwingername wird vom Züchter selbst gewählt und ist ein
künstlicher Name.
Jede Organisation hat hier ihre eigenen
Vorschriften, wie so ein Zwingername aussehen darf, wie viele
Buchstaben er haben darf, ob er vor dem Namen der Katze oder hinter
dem Namen steht. Das hängt meist von den technischen Gegebenheiten
der Organisationen ab, d.h. wie schlau ihre Datenbank ist und welches
Stammbaumprogramm sie haben.
Vorname
Auch der Vorname der Katze wird frei gewählt.
Hier gibt es
ebenfalls sehr unterschiedliche Regelungen.
Bei manchen Organisationen müssen alle Jungtiere eines Wurfes mit
demselben Buchstaben beginnen, und dies meist nach dem Alphabet. Der
1. Wurf fängt also mit A an, der 2. mit B, der 3. mit C, usw. Manche
Organisationen legen auch pro Jahr den Buchstaben für alle Würfe fest.
Das heißt, gleichgültig von welchem Züchter, müssen dann alle Würfe
für alle Züchter mit demselben Buchstaben beginnen.
Einige Organisationen haben keine Regeln, damit können die Jungtiere
eines Wurfes jedes mit einem anderen Buchstaben beginnen, wodurch es
etwas schwieriger wird, heraus zu finden, zu welchem Wurf Jungtiere
gehören.
Zuchtbuchnummer
Auch die Zuchtbuchnummer, oder Registrierungsnummer ist sehr
verschieden bei den einzelnen Organisationen.
Manche Organisationen haben 2 Zuchtbücher, ein LO-Zuchtbuch und ein
RIEX-Zuchtbuch.
In das LO-Zuchtbuch werden Katzen registriert, deren Vorfahren alle
dieselbe oder eine miteinander verwandte Rasse haben.
Katzen, die aus Rassenkreuzungen stammen, werden im RIEX-Zuchtbuch
(Experimental-Zuchtbuch) registriert.
Und merkwürdig genug, werden auch manchmal Katzen mit bestimmten
Farben (meist nicht anerkannten Farben) im RIEX registriert. So wird
der Sinn des RIEX komplett pervertiert.
Manche Organisationen haben hier
sehr genaue Regeln, welche Rasse mit welcher Rasse gekreuzt werden
darf. Andere haben keine Regeln.
Meist wird dann der Zuchtbuchernummer = eine fortlaufende Nummer LO
oder EX bzw. RIEX hinzugefügt.
Einige Organisationen unterscheiden nicht zwischen "normaler" Zucht
und Experimentalzucht.
Manche Organisationen registrieren auch die Originalzuchtbuchnummer,
sodass man ersehen kann, wo eine Katze das erste Mal registriert
worden ist.
So ist es durchaus übliche Praxis, den Stammbaum einer Katze
komplett umzuschreiben, wenn sie von einer anderen Organisation
importiert wurde. Das ist eine gute Quelle, um Einnahmen zu
kreieren. Es geht - wie so oft - ums Geld.
Dann haben viele Katzen 2-3 Zuchtbuchnummern, was sehr verwirrend
ist.
Rasse- und Farbcode
Jede Rassekatze gehört zu einer bestimmten Rasse und hat eine
bestimmte Farbe und Zeichnung. Dies wird bei den einzelnen
Organisationen codiert, also verschlüsselt.
Diese Rasse- und Farbcodes sind sehr unterschiedlich.
CFA verwendet ein Nummernsystem, GCCF hat Rassenummern, Farbnummern
und -buchstaben, FIFe hat 3 Buchstaben für die Rassebezeichnung, für
Farbe und Zeichnung werden Kleinbuchstaben und Ziffern verwendet (das
so genannte EMS-System = Easy Mind System), in der WCF kann jedes
Mitglied sein eigenes Codesystem verwenden, usw.
Meist ist in den ersten 2 Generationen die Farbe und das Muster
ausgeschrieben, wobei auch hier die Bezeichnungen verschieden sein
können.
Sie finden bei
http://www.eurocatfancy.de/de/nav/faq/colourcode_system.html eine
Zusammenstellung dieser Rasse- und Farbcodes.
Diese Codes sind eine Wissenschaft für sich.

Titel von Katzen Jede Organisation hat ihre eigenen Titel,
weil sie nämlich ihr eigenes Ausstellungssystem hat.
Eine Übersicht, welche Titel es bei welcher Organisation gibt, finden
Sie unter:
Shows/titles.html Bei
manchen Organisationen sind Katzen mit Titel der eigenen Organisation
rot geschrieben, bei manchen sind sie fett geschrieben. Nicht jede
Organisation übernimmt die Titel von einer anderen Organisation.
Werden sie übernommen, dann sind sie gekennzeichnet oder in Klammer
geschrieben. Solche Katzen sind meist nicht rot oder fett geschrieben.
Auch bezüglich der Titel, oder der Schreibweise gibt es keine
Abstimmung zwischen den einzelnen Organisationen.
Ebenso gibt es keine Absprache, ob Titel übernommen werden oder nicht. 
Zusatzinformationen Ob sich noch zusätzliche Informationen
zur Katze am Stammbaum befinden, hängt sehr oft von den
Zuchtrichtlinien der Organisationen ab, wenn sie welche haben.
Zusatzinformationen können sein:
 | Testergebnisse - ob die Katze z.B. einen negativen
PKD-Test hat, ob sie ein Hörzertifikat (bei weißen Katzen) besitzt.
Bestimmte Tests sind leider nicht bei allen Organisationen
vorgeschrieben. |
 | Blutgruppe - welche Blutgruppe die Katze hat, was bei
manchen Rassen lebenswichtig für die Jungtiere sein kann, ob sich
nämlich die Blutgruppe des Deckkaters mit der Blutgruppe der Kätzin
verträgt.
Die meisten Katzen haben Blutgruppe A. Aber es gibt Rassen, wie
Britisch Kurzhaar, Exotic, Cornish Rex, Devon Rex, Sphinx, Somali,
bei denen ein hoher Prozentsatz auch Blutgruppe B haben kann.
Lebensbedrohliche Probleme treten bei Jungtieren auf, deren Mutter
Blutgruppe B hat und deren Vater Blutgruppe A hat, denn bei
Blutgruppe B werden starke Antikörper gegen Blutgruppe A aufgebaut. |
 | Mikrochipnummer - nach wie vor haben nicht alle
Zuchttiere einen Mikrochip. Auch hier weichen die Regeln bei den
einzelnen Organisationen stark voneinander ab.
Es wäre wesentlich besser, statt der Registriernummer
(Zuchtbuchnummer) die Mikrochipnummer zu verwenden, denn diese
Nummer gibt es nur einmal. Gleiche Zuchtbuchnummern können nämlich bei
verschiedenen Organisationen vorkommen, weil es hier keinerlei
Absprachen zwischen den Organisationen gibt. |
 | Wurfstärke - Auch diese wird nicht bei allen
Organisationen eingetragen. Aus der Wurfstärke kann man z.B.
ablesen, wie sich eine Rasse entwickelt hat, wenn die Wurfstärke
nämlich im Laufe der Jahre zurückgegangen ist, was bei einigen
Rassen bereits der Fall ist. |

Was ist ein Stammbaum? CFA hat folgende Definition, was
ein Stammbaum ist:
| PEDIGREE - A form on
which a cat and its background is recorded for three generations
back.
PEDIGREED CAT - Usually refers to a cat whose heritage is
known, documented, and registered. Allowable exceptions are
those specified under individual breed registration
requirements.
|
Deutsch:
STAMMBAUM - Ein Formular, auf dem die Katze und ihre Abstammung
3 Generationen zurück aufgezeichnet sind.RASSEKATZE - bezieht
sich meist auf Katzen, deren Abstammung bekannt , dokumentiert
und registriert ist. Erlaubte Ausnahmen sind diejenigen, die
unter den Anforderungen für die individuelle Registrierung einer Rasse
angeführt sind. |
| Siehe:
http://www.cfa.org/articles/glossary.html |
Bei TICA wird voraus gesetzt, dass jeder weiß, was ein Stammbaum
ist.
Auch bei FIFe wird voraus gesetzt, dass jeder weiß, was ein
Stammbaum ist.
Und auch bei der WCF wird voraus gesetzt, dass jeder weiß, was
ein Stammbaum ist.

Transfer
Was ist denn das wieder?
Viele Organisationen registrieren, wenn eine Katze einen neuen
Besitzer erhält, insbesondere wenn ein Züchter ein Jungtier abgibt.
Green Slip
Bei CFA erhält der neue Besitzer einen grünen Abschnitt, auf dem
die Daten der Katze, wie oben beschrieben, Vater und Mutter, sowie der
Züchter registriert sind.
Mit diesem Green Slip kann der neue Besitzer dann einen Stammbaum bei
CFA beantragen.
Es ist nicht üblich, dass standardmäßig Stammbäume ausgestellt werden.
D.h. ein Züchter registriert seinen Wurf, mehr nicht, er erhält nicht
automatisch Stammbäume für die Jungtiere.
Blue Slip
Bei TICA erhält der neue Besitzer einen blauen Abschnitt, auf dem
die Daten der Katze, wie oben beschrieben, Vater und Mutter, sowie der
Züchter registriert sind.
Mit diesem Blue Slip kann der neue Besitzer dann einen Stammbaum bei
TICA beantragen.
Es ist nicht üblich, dass standardmäßig Stammbäume ausgestellt werden.
D.h. ein Züchter registriert seinen Wurf, mehr nicht, er erhält nicht
automatisch Stammbäume für die Jungtiere.
Transfer bei FIFe
Hier besitzt jedes FIFe-Mitglied sein eigenes Formular, da die FIFe
kein zentrales Zuchtbuch führt, sondern jedes FIFe-Mitglied die
Stammbäume ausstellt.
Es ist verpflichtend für FIFe-Züchter, dass ihr Verein ein Transfer
ausstellt.
Ebenso dürfen Katzen (auch Jungtiere, Kastraten) nur mit Stammbaum
abgegeben werden.

© katzenzeitung 3/2007 Updated 11/2011 |
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