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Zuchtbuchnummer verstecken Es scheint so eine Art von Sport
unter den Züchtern zu sein, die Zuchtbuchnummer einer Katze zu
überpinseln, wenn der Stammbaum auf der Homepage veröffentlicht
wird.
Ein sehr seltsamer Sport!
Wenn man solche Stammbäume liest, stellen sich verschiedene
Fragen:
 | Gibt es hier Etwas zu verbergen? |
 | Ist die Zuchtbuchnummer eine geheime Nummer? |
 | Hat die Zuchtbuchnummer Etwas mit dem Datenschutz zu tun?
Und wer soll hier geschützt werden?
Der Züchter einer Katze? Wohl nicht - denn unter "Kontakt" oder
unter "Über uns" kann man den Besitzer und Züchter der Katze
lesen. Natürlich hat, eine eigne Homepage zu haben, Etwas mit
der Werbung für den eigenen Zwinger zu tun.
Die Organisation, welche den Stammbaum ausgestellt hat? Wenn dem
so ist, was soll dann verborgen werden? Die Anzahl der
Stammbäume, welche pro Jahr ausgestellt wird? |
Wenn man Züchter fragt, warum sie die Stammbaumnummer
überpinseln, erhält man recht seltsame Antworten:
 | Sie wollen nicht, dass jeder über ihre Homepage sofort weiß,
bei welchem Klub sie sind und von welcher Organisation sie ihre
Stammbäume beziehen. |
 | Einige denken, dass sie damit verhindern können, dass ein
Stammbaum gefälscht oder kopiert wird und von einem
betrügerischen Züchter für eine andere Katze verwendet werden
kann.
Das ist eine ziemlich naive Art von Schutz. |
 | Eine Züchter veröffentlichen ihre Stammbäume überhaupt nicht
auf ihrer Homepage, aber können nicht wirklich einen rationalen
oder logischen Grund nennen.
Manchmal geben sie nicht einmal Vater und Mutter ihrer Jungtiere
bekannt, welche sie auf ihrer Homepage bewerben. |
Um es offen zu sagen, ich würde bei so einem Züchter keine Katze
kaufen, wenn sehr wichtige Informationen vorenthalten werden oder
nur Teile der Information angegeben werden.

Schutz von Stammbäumen vor betrügerischer Verwendung
Der Schutz, die Stammbaumnummer zu überpinseln, ist so gut wie
kein Schutz.
Eine recht effiziente Methode ist, einen Prägestempel zu
verwenden, welcher das Klublogo, oder die Registernummer, in das
Papier einprägt.
Diese Methode ist nicht allgemein üblich, weil ein Prägestempel
relativ teuer ist.
CFA, zum Beispiel, verwendet diese Methode.
Solche Stammbäume können nicht so leicht und schnell dupliziert
werden.
Eine andere recht effiziente Methode ist, ein Hologramm
auf dem Stammbaum zu verwenden - wie es bei Banknoten verwendet
wird. Ein derartiges Hologramm darf nicht statisch sein, es sollte
mindestens zwei verschiedene Bilder zeigen.
Das ist eine Methode, welche auch leicht von den Züchtern selbst
verwendet werden kann.
Auch solche Stammbäume können nicht so leicht und schnell dupliziert
werden.
Eine andere effiziente Methode ist, die Mikrochipnummer der
Katze im Stammbaum mitzudrucken, weil es die Mikrochipnummer nur
genau einmal gibt und diese nur zu einer einzigen Katze gehören
kann.
Sehr wenige Organisationen und Klubs drucken die Mikrochipnummer in
den Stammbaum. Warum?
Wenn ein solcher Stammbaum in betrügerischer Absicht für eine andere
Katze verwendet wird, kann der Betrug leicht aufgedeckt werden, weil
eine andere Katze nicht dieselbe Mikrochipnummer haben kann.

Schlussfolgerung
 | Nur Dinge, welche verborgen werden und geheim gehalten
werden, erwecken das Interesse, sie herauszufinden und zu
missbrauchen. |
 | Transparenz ist der effizienteste Weg, ernst genommen zu
werden und Betrug zu verhindern. |
 | Die Anzahl an Stammbäumen, welche ein Klub pro Jahr
ausstellt, zu veröffentlichen oder zu wissen, sagt Nichts über
die Qualitäten einer Katze, des Züchters oder des Klubs aus.
Solche Zahlen beeindrucken nur naive Leute.
Und wenn ein Klub geheim halten will, wie viele Stammbäume er
pro Jahr ausstellt, dann sollte dieser Klub Stammbaumnummern
verwenden, die mit einem Zufallsgenerator generiert werden (wie
es z.B. bei TANs der Fall ist). |

© katzenzeitung 11/2011 |
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