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Einlasskontrolle - Was wird geprüft?
Gesetzliche Regelungen
 | Gesetzlich vorgeschrieben ist in der EU die Impfung gegen
Tollwut und der EU-Heimtierausweis, wenn man im eigenen Land
ausstellt. |
 | Stellt man in einem anderen EU-Land aus, dann ist auch der
Mikrochip vorgeschrieben. |
 | Stellt man in einem Nicht-EU-Land aus, benötigen Sie eventuell
auch zusätzlich das Gesundheitszeugnis. |
Siehe dazu: Reisen mit
Katzen.

Einlasskontrolle - Bei jeder Organisation anders ...
Bei CFA ist es nicht Pflicht in den Ausstellungsregeln, dass die
Katzen eine Einlasskontrolle durch den Tierarzt passieren müssen. Der
Organisator entscheidet, ob es eine Tierarztkontrolle gibt oder nicht
und kann diese Kontrolle nur auf Hauskatzen beschränken.
Viele CFA-Ausstellungen sind ohne Tierarztkontrolle.
CFA Show Rules, Issue 2006-2007:
| 3.02 After the show
committee has determined that sufficient evidence of illness
exists, the show manager has the responsibility to order the
removal of any sick cat or kitten. 5.02 Procedures for shows
with veterinariona inspection.
a. A copy of Article V of these Show Rules must be given to the
veterinarian for his careful review prior to his inspection of
entries.
c. At the club's discretion, veterinarian inspection may be
required of Household Pets only. |
Deutsch:
3.02 Nachdem das Ausstellungskommittee entschieden hat, dass
genügend Beweise für eine Krankheit vorliegen, ist es die Pflicht
des Ausstellungsmanagers anzuordnen, dass die kranke Katze oder
Jungtier entfernt wird.5.02 Verfahrensweise für
Ausstellungen mit Tierarztkontrolle.
a. Eine Kopie des Artikels V dieser Ausstellungsregeln muss dem
Tierarzt gegeben werden, damit dieser sie vor der Einlasskontrolle
sorgfältig studieren kann.
c. Auf Entscheidung des Klubs kann die Tierarztkontrolle nur für
Hauskatzen durchgeführt werden. |
Besondere Impfungen, wie z.B. gegen Katzenschnupfen oder
Katzenseuche sind nicht vorgeschrieben.
Es bleibt jedem einzelnen Verein überlassen, welche zusätzlichen
Impfungen erforderlich sind.
Es sind auch keine besonderen Bestimmungen für weiße Katzen
vorgeschrieben.
Bei TICA kann der Organisator entscheiden, ob er eine Ausstellung
mit oder ohne Tierarzt abhält.
TICA Show Rules, Revised 05/01/2006:
| 25.1 The show committee
or club has the option of sponsoring a "Vetted Show" or a
"Non-Vetted Show." |
Deutsch:
25.1 Das Ausstellungskommittee oder der Klub haben die Wahl, eine
Ausstellung mit Tierarztkontrolle oder ohne Tierarztkontrolle
abzuhalten. |
Besondere Impfungen, wie z.B. gegen Katzenschnupfen oder
Katzenseuche sind nicht vorgeschrieben.
Es bleibt jedem einzelnen Verein überlassen, welche zusätzlichen
Impfungen erforderlich sind.
Es sind auch keine besonderen Bestimmungen für weiße Katzen
vorgeschrieben.
Bei FIFe müssen die Katzen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen
geimpft sein:
Siehe dazu
FIFe Ausstellungsregeln, Stand 01.01.2007
Artikel 1.8 Voraussetzungen für eine
internationale Ausstellung
c. dass die Katzen, von einem Tierarzt, in Übereinstimmung mit den
Bestimmungen des jeweiligen Landes gegen Panleukopenie
(Katzenseuche) und Katzenschnupfen geimpft sind, und dass die
erforderliche Impfung wenigstens 15 Tage vor der Ausstellung
erfolgte. |
Die Einlasskontrolle durch den Tierarzt ist bei FIFe-Ausstellungen
Pflicht.
Ebenso gibt es besondere Bestimmungen für weiße Katzen:
3.5 Weiße Katzen
Weiße Katzen müssen ein Zertifikat vom Tierarzt vorlegen, dass sie
nicht taub sind. |

Wenn Tierarztkontrolle - Was wird geprüft?
Wenn eine Tierarztkontrolle stattfindet, wird in der Regel
mindestens folgendes geprüft:
 | Gültigkeit der Impfungen im Heimtierausweis |
 | Prüfung auf Parasiten, zumindest auf Flöhe, manchmal auch auf
äußerlich erkennbare Pilzerkrankungen. |
 | Allgemeiner Gesundheitszustand. |
 | Bei manchen Vereinen werden auch die Ohren auf Milben überprüft.
Achten Sie darauf, dass der Tierarzt das Ohrenspekulum vor jeder
Katze reinigt! |
 | Besondere Vorschriften bei weißen Katzen: Hörzertifikat (eines
audiometrischen Tests). |
Im Grunde wird wenig bei der Eingangskontrolle geprüft. Es ist dies
eine formale und rein äußerliche Prüfung, was man in kurzer Zeit von
außen erkennen kann.

Was wäre wünschenswert? - Einige Überlegungen dazu ...
 | Es sollte bei jeder Dachorganisation die Einlasskontrolle durch
den Tierarzt Pflicht sein.
Es ist erschreckend, dass eine Tierarztkontrolle nicht bei allen
Organisationen Pflicht ist.
So wird es dem Organisator überlassen, ob Katzen von der Ausstellung
gesperrt oder entfernt werden. Dies ist eine zusätzliche Bürde und
auch Verantwortung, die der Organisator kaum bewältigen kann. Dieser
hat sehr viele andere Aufgaben zu bewältigen.
Es wird auch dem Richter überlassen, ob er eine Katze wegen
gesundheitlicher Probleme disqualifiziert oder nicht. Die Mehrzahl
der Richter sind keine Tierärzte. Diese Bürde ist unzumutbar und hat
Nichts damit zu tun, dass die Kompetenz des Richters angezweifelt
werden soll. |
 | Es muss verboten sein, taube weiße Katzen auszustellen. Daher
muss unbedingt ein Hörzertifikat eines audiometrischen Tests
verpflichtend sein.
Es ist erstaunlich, wenn man noch immer in Ausstellungsflyern folgendes lesen
kann:
"Ein Hörtest für weiße Katzen ist nicht erforderlich!" Gelesen bei
der Ausstellung Klagenfurt, Austria 27. & 28. January 2007. |
 | Die Impfung gegen Katzenseuche sollte Pflicht sein. |
 | Eine Prüfung der unkastrierten Kater, ob sie zwei Hoden haben,
sollte Pflicht sein. |
 | Ob eine Überprüfung auf Mikrosporum mit der Woodschen Lampe sinnvoll
ist, ist zu prüfen und diskutierbar, da damit nur einige wenige Pilzarten
erkannt werden.
Es herrscht hier nach wie vor irrtümlich die weit verbreitete
Meinung vor, dass die Woodsche Lampe ausreichend ist, um Mikrosporum
nachzuweisen.
Dazu ein Zitat von
Tiermedizin Infomationsportal:
"Einige wenige Pilze, z.B. Microsporum canis, haben die Eigenschaft
eine Fluoreszenz auszubilden wenn eine Anregung durch UV-Licht
mittels einer Woodschen Lampe erfolgt."
"Es produzieren jedoch nur etwa 50% bis 60% der Mikrosporumarten
eine Fluoreszenz!"
Das heißt, es kann zwar die spezielle Art Mikrosporum Canis mit der
Woodschen Lampe erkannt werden, aber Mikrosporum hat sehr viele
Unterarten. |
Woodsche Lampe:
Ist eine Lampe (sieht wie eine Taschenlampe aus) mit UV-Licht. Wenn
der Pilz eine fluoreszierende Wirkung hat, leuchtet er unter der
Lampe grünlich auf.
 | Es sollte ebenfalls verpflichtend sein, dass die Katzen mit dem
Stethoskop abgehört werden.
Atemprobleme können damit schnell erkannt werden. |
Der Tierarzt sollte seinen eigenen Bereich haben.
 | Meist ist der Tisch des Tierarztes gleich im Eingangsbereich
aufgestellt, wo sich noch die Kasse, die Katalogausgabe, diverse
Zubehörstände, Besucher, und vieles andere mehr drängen.
Wie soll der Tierarzt hier sorgfältig und in Ruhe arbeiten können? |
 | Natürlich ist es eine Frage des Geldes, und die Hallenmieten
sind nicht immer billig, und zusätzlicher Platz für den Tierarzt
kostet Geld. Doch dies sollte kein wirkliches Argument sein, wenn es
um die Gesundheit der Katzen geht.
Auch hängt es vom Geschick des Organisators ab, wo und welche Halle
zu welchem Preis gemietet wird. Oft sind es leider politische
Gründe, die auf Konkurrenzdenken beruhen, dass gerade in einer
bestimmten Stadt eine Ausstellung organisiert wird, um das Feld
nicht dem Konkurrenzverein zu überlassen.
Wäre es nicht für die Katzen, aber auch für die Ausstellungen viel
sinnvoller, öfters gemeinsam mit anderen Vereinen eine Ausstellung
zu organisieren, auch wenn die Ausstellungs- und Bewertungssysteme
vielleicht unterschiedlich sind? |
 | Natürlich ist es eine Frage des Geldes, und Tierärzte sind nicht
immer billig. Meist werden sie nach Stunden bezahlt und verlangen
wegen des Wochenendes einen gesonderten Zuschlag.
Haben Sie jemals versucht, vorher mit dem Tierarzt zu sprechen und
mit ihm eine Übereinkunft zu treffen, dass es auch billiger geht? Es
muss doch auch im Interesse des Tierarztes liegen, dass die Katzen,
die ausgestellt werden, sorgfältig geprüft werden. Doch oft wird die
Tierarztkontrolle nur als lästige Pflicht gesehen. |
 | Natürlich braucht eine Tierarztkontrolle mehr Zeit. Und das ist
schwierig, wenn sich die Aussteller drängen, ihren Eintritt zu
bezahlen, ihren Katalog zu erhalten, ihre Käfige einzurichten.
Doch, ist es nicht auch oft eine Frage der Organisation und des
Timings, weshalb man in Zeitnot kommt? |
Mehr Miteinander, mehr gemeinsam organisierte Ausstellungen, mehr
die Katzen in den Vordergrund stellen, und vielleicht auch die bereits
gewohnten und eingefahrenen Rituale verlassen, würde den
Ausstellungen, und vor allem den Katzen gut tun.

© katzenzeitung 3/2007 |
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