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Standard und Gesundheit?

Eine provokante Frage?

Lesen wir die Standards einmal unter dem Aspekt ihrer Proportionen und Implikationen für die Gesundheit.

Standard Perser nach TICA, Persian Breed Group Standard, 05/01/2004:

HEAD:
Shape: Round, broad, smooth domed, with great breadth. Should be medium to large in size and in proportion to body. Jaws broad and powerful with perfect tooth occlusion. Cheeks should be full and prominent. Overall sweet expression.

Chin: Strong, full, well-developed, fitting into the face.
Nose: Almost as broad as long with open nostrils. Muzzle should be short, broad and full.
Profile: Short, snub-nose, definite break directly between eyes. Forehead, nose and chin in straight line.

KOPF:
Form: Rund, breit, mit einer glatten Kuppel gewölbt, mit großer Breite. Sollte mittelgroß bis groß sein und in Proportion zum Körper stehen. Kiefer breit und kraftvoll mit perfektem Schluss des Gebisses. Wangen sollten voll und ausgeprägt sein. Insgesamt ein lieblicher Ausdruck.

Kinn: Kräftig, voll, gut entwickelt, passend zum Gesicht.
Nase: Fast so breit wie lang mit offenen Nüstern. Schnauze sollte kurz, breit und voll sein.
Profil: Kurz, Stupsnase, mit definiertem Break direkt zwischen den Augen. Stirn, Nase und Kinn in einer geraden Linie.

Der Oberkopf sollte wie eine Kuppel gewölbt sein.

Tatsächlich haben moderne Perser einen extrem ausgeprägten Oberkopf, wodurch das Gesicht in die untere Hälfte des Kopfes verlagert ist.

Höhe der Stirn

Was bedeutet "domed"?
Bei Webster liest man folgende Erklärung:

Main Entry: 2dome
Function: verb
Inflected Form(s): domed; dom·ing
transitive verb
1 : to cover with a dome
2 : to form into a dome
intransitive verb : to swell upward or outward like a dome
Haupteintrag: 2dome
Funktion: Zeitwort (Verbum)
Ableitungen: domed, doming
transitives Verbum
1: mit einer Kuppel bedecken
2: in eine Kuppel münden
intransitives Verbum: nach oben oder nach außen wie eine Kuppel anschwellen
Main Entry: 1dome
Function: noun
Etymology: French, Italian, & Latin; French dôme dome, cathedral, from Italian duomo cathedral, from Medieval Latin domus church, from Latin, house; akin to Greek domos house, Sanskrit dam
1 archaic : a stately building : MANSION
2 : a large hemispherical roof or ceiling
3 : a natural formation or structure that resembles the dome or cupola of a building
Haupteintrag: 1Kuppel, Dom
Funktion: Hauptwort
Ethymologie (Herkunft): französisch, italienisch, und lateinisch; französisch dôme der Dom, die Kathedrale, aus dem Latein des Mittelalters domus die Kirche, aus dem Lateinischen das Haus, im Griechischen domos das Haus, in Sanskrit dam
1 archaisch (altertümlich): ein statischer Bau: das Herrschaftshaus
2: ein großes abgerundetes Dach oder Decke
3: ein natürliches Gebilde oder Struktur, welche wie ein Dom aussehen, oder die Kuppel eines Gebäudes

Nimmt man also "dome" wörtlich, dann soll nach obigem Standard der Oberkopf wie eine Kuppel aussehen. Eine sehr bedenkliche Formulierung.

Der Kopf sollte mit großer Breite sein, mittelgroß bis groß sein.

Auch diese Formulierung zeigt in der Realität, dass die Köpfe im Verhältnis zum Körper zu breit und zu groß sind.
Problematisch sind hier die Breitenangabe "große Breite" und die Größenangabe "bis groß", denn die Köpfe der Perser sind heute auf dem anderen Ende der Größenskala angelangt, nämlich bei "groß".
Dazu ein bildlicher Vergleich:
Größe des Kopfes

Der Kopf des modernen Perser wurde immer größer, das Becken ist jedoch nicht im selben Ausmaß breiter geworden. Wie passt eine Kugel in ein Gefäß, dessen Öffnung zu klein ist?
Es wundert nicht, dass die Anzahl der Kaiserschnittgeburten zugenommen hat.

Der Kopf sollte rund sein.

Tatsächlich kann die Form in ein horizontal liegendes Rechteck eingeschrieben werden. Wäre der Kopf rund, müsste man seine Form in ein Quadrat einschreiben können.

Rechteckige Kopfform

Die Nase soll fast so breit wie lang und eine Stupsnase sein und einen definierten Break direkt zwischen den Augen haben.

Man kann die Formulierung auch anders lesen: Die Nase soll nicht länger als ihre Breite sein. Diese Formulierung ist bedenklich, was die Realität der ultrakurzen Nase der modernen Perser mit all ihren Folgen deutlich zeigt - geknickter oder degenerierter Tränenkanal, überlaufende und tränende Augen, Atemprobleme.
Nun werden sicher etliche einwenden, dass ein degenerierter Tränenkanal nicht unbedingt die Folge einer kurzen Nase sein muss. Rein von der Anatomie und Physik betrachtet, braucht der Tränenkanal mit all seinen Teilen Platz und eine gewisse Länge, damit er seine Funktion tatsächlich erfüllen kann, nämlich die Tränenflüssigkeit abzuleiten. Und genau dieser Platz und diese Länge sind nicht mehr vorhanden.

Stopp, Länge der Nase Stopp, Länge der Nase
Dies ist heute der so genannte moderne Typ. Und dies wäre nach heutiger Realität altmodisch.
Die Länge der Nase sehen Sie zwischen der weißen und orangefarbenen Linie.  

Der definierte Break soll zwischen den Augen sein.

Sie sehen bereits im linken Bild, dass der Break fast am oberen Augenrand ist und der obere Rand des Nasenspiegels in der Mitte zwischen den Augen liegt.
Im rechten Bild ist der Stop in der Mitte zwischen den Augen, dem Standard entsprechend. Und trotzdem würde diese Katze im Vergleich zur linken Katze heute schlechter abschneiden. Ja, es ist sogar fraglich, ob diese Katze überhaupt noch einen Titel erhält.
Man muss auch noch unterscheiden zwischen Break (eine nicht runde Einkerbung), wie im linken Bild, und einem Stop (eine runde Einkerbung), wie im rechten Bild.
Sie sehen auch, dass der obere Rand des Nasenspiegels im linken Bild nach oben gewölbt ist, wie es bei der geforderten Stupsnase der Fall ist, und dass der obere Rand des Nasenspiegels oberhalb des unteren Augenrandes liegt.

bulletDaher ist die Frage berechtigt, wo hier ein voll funktionsfähiger Tränenkanal seinen Platz finden soll, wenn der Stop fast am oberen Augenrand und der obere Rand des Nasenspiegels bereits oberhalb des unteren Augenrandes liegt.
bulletEbenso ist die Frage berechtigt, weshalb in der Realität Katzen, die vom geforderten Standard abweichen, besser beurteilt werden.
bulletUnd eine ganz wesentliche Frage ist berechtigt, ob es für ein ungehindertes Atmen gut sein kann, wenn die Nasenlöcher höher sind, als sie breit sind.

Standard Perser nach FIFe, Ausgabe 01.01.2010:

Head
Shape: round and massive, well balanced, very broad skull
Forehead: rounded
Cheeks: full
Nose: short, broad, with a definite stop, but not a snub nose. The nose bridge and the nose leather must be wide. Nostrils well open, allowing free and easy passage of air. Stop to be between the eyes, neither above the upper eyelid nor below the lower eyelid
Chin: strong
Jaws: broad and powerful
Expression: nice open
Kopf:
Form: rund und massiv, gut proportioniert, sehr breiter Schädel
Stirn: gewölbt
Wangen: voll
Nase: kurz, breit, mit einem deutlichen "Stop", aber keine Stupsnase.
Der Nasenrücken und der Nasenspiegel müssen breit sein. Nasenlöcher gut geöffnet, um ein freies und leichtes Atmen zu ermöglichen.
Der Stop muss zwischen den Augen sein, er darf weder oberhalb des oberen Augenlides noch unterhalb des unteren Augenlides platziert sein.
Kinn: stark
Kiefer: breit und kräftig
Ausdruck: schön offen

Der Schädel muss sehr breit sein.

Hier steht noch das kleine und gewichtige Wörtchen "sehr".
Es gilt dasselbe, dass solche Formulierungen die zu breiten Köpfe der modernen Perser gefördert haben, wie die Realität deutlich zeigt.

Die Stirn muss gewölbt sein.

Die deutsche Übersetzung entspricht hier nicht der englischen Version, denn zwischen rounded = gerundet und gewölbt ist doch ein deutlicher Unterschied. Wenn Etwas gewölbt ist, ist der Rundungsgrad größer, als wenn Etwas bloß gerundet ist.
Und genau das hat dazu geführt, dass die Perser einen überproportional ausgeprägten und gewölbten Oberkopf haben, welcher in keiner Harmonie zum übrigen Kopf steht.

Auch wenn Sie es nicht gerne hören, der Tierarzt und die wissenschaftliche Literatur sprechen hier von Brachyzephalie.
Siehe dazu die Definition im Medizinischen Lexikon von Roche:
"sog. Kurz-, Rund- oder Breitköpfigkeit mit Abflachung des Hinterkopfes."

Die Nase muss kurz und breit sein.

Es wird hier keine Angabe wie im TICA-Standard gemacht, in welchem Verhältnis die Länge zur Breite der Nase stehen soll. Das bleibt der subjektiven Interpretation überlassen.
In der Realität hat dies zu einer sehr kurzen Nase geführt, wie oben abgebildet. Besser wäre eine Formulierung wie 'mittelkurz'.

Die Nase muss einen Stop haben, der zwischen den Augen liegt.

Das "Zwischen" den Augen ist hier genau so wenig erklärt wie im obigen TICA-Standard. Es ist hier lediglich eingeschränkt, dass der Stop nicht oberhalb des oberen Augenlides liegen darf (gemeint ist wohl der obere Augenrand, um logisch einen Sinn zu machen).
Zwischen dem oberen und unteren Augenrand ist genügend Spielraum gelassen, dass der Stop möglichst weit nach oben wandern kann, was auch tatsächlich in der Realität der Fall ist.

Zwischen einem Break und einem Stop ist ein erheblicher Unterschied. Ein Break ist wie eine scharfe Einkerbung. Ein Stop ist eine tiefe, jedoch runde Einbuchtung.

Beide Standards machen keine Aussage darüber, wo der obere Rand des Nasenspiegels liegen soll. In der Realität liegt er oberhalb des unteren Augenrandes.
Besser ist zu fordern, dass der obere Rand des Nasenspiegels unterhalb des unteren Augenrandes liegen soll. Dies würde bereits genügen, um eine gewisse Länge der Nase sicherzustellen.

Standard Perser nach CFA, Revised: 2009

HEAD: round and massive, with great breadth of skull. Round face with round underlying bone structure. Well set on a short, thick neck. Skull structure to be smooth and round to the touch and not unduly exaggerated from where the forehead begins at the top of the break to the back of the head, as well as across the breadth between the ears. When viewed in profile, the prominence of the eyes is apparent and the forehead, nose, and chin appear to be in vertical alignment.

NOSE: short, snub, and broad, with "break" centered between the eyes.

CHEEKS: full. Muzzle not overly pronounced, smoothing nicely into the cheeks.

JAWS: broad and powerful.

CHIN: full, well-developed, and firmly rounded, reflecting a proper bite.

KOPF: rund und massiv, mit großer Breite des Schädels. Rundes Gesicht mit runder darunter liegender Knochenstruktur. Gut auf einem kurzen, dicken Hals gesetzt. Die Struktur des Schädels muss sich glatt und rund anfühlen, und darf nicht übermäßig ausgeprägt sein, weder wo die Stirn am oberen Rand des Breaks ansetzt und sich bis zur Rückseite erstreckt, noch dort, wo sich die Breite zwischen den Ohren erstreckt. Im Profil gesehen, sind die ausgeprägten Augen offenkundig und die Stirn, Nase und das Kinn erscheinen so, dass sie auf einer vertikalen Linie liegen.

NASE: kurz, Stupsnase, und breit, mit einem "Break", der in der Mitte (zentriert) zwischen den Augen sitzt.

WANGEN: voll. Die Schnauze darf nicht übermäßig hervorstehen und muss sich angenehm in die Wangen einfügen.

KIEFER: breit und kraftvoll.

KINN: voll, gut entwickelt, und kräftig gerundet, es muss so das ordnungsgemäße Gebiss widerspiegeln.

Der Schädel muss eine große Breite haben.

Auch diese Formulierung zeigt in der Realität, dass die Köpfe im Verhältnis zur Schulterbreite zu breit sind.
Problematisch ist auch hier die Breitenangabe "große Breite", denn die Köpfe der Perser sind heute auf dem anderen Ende der Größenskala angelangt, nämlich bei "zu breit".

Was heißt hier das Wort "Schädel"?

Medizinisches Wörterbuch von Roche:
"das knöcherne Kopfskelett, unterteilt in Gesichtsschädel u. Hirnschädel (einschließlich Schädelbasis)"

bulletIst hier im Standard tatsächlich das gesamte Skelett des Kopfes gemeint?
bulletStehen Gesichtsschädel und Hirnschädel noch in einem harmonischen Verhältnis zueinander, wenn der Oberkopf fast genauso groß und hoch ist wie das gesamte Gesicht?

Merriam-Webster:
Definition of SKULL
1
: the skeleton of the head of a vertebrate forming a bony or cartilaginous case that encloses and protects the brain and chief sense organs and supports the jaws
2
: the seat of understanding or intelligence : mind

In Deutsch:
1.
das Skelett des Kopfes eines Wirbeltieres, welches einen knöchernen oder knorpelähnlichen Behälter bildet, der das Gehirn und die Hauptsinnesorgane einschließt und beschützt und den Kiefer unterstützt.
2.
der Sitz des Verstehens oder der Intelligenz : Gedächtnis

Fast ist man versucht zu fragen:
Wenn doch die Perser so einen großen Schädel haben, müssen sie dann doch auch eine größere Intelligenz besitzen, weil für das Gehirn mehr Platz ist.

Aber Scherz beiseite, die Erläuterung, was die Funktion dieses knöchernen Behältnisses ist, muss einem schon zu denken geben, und folgende Fragen drängen sich hier förmlich auf:

bulletErfüllt der Schädel der Perser noch seine Funktion, die Hauptsinnesorgane, zu denen auch die Augen (Sehen) mit all ihren wichtigen Teilen (also auch dem Tränenapparat) gehören, zu schützen?
bulletUnterstützt der Knochenbau des Schädels tatsächlich noch das Gebiss, wenn man an die diversen Gebissdeformationen (und hier vor allem an den Vorbiss und die verschoben gesetzten Fangzähne denkt)?

Die Struktur des Schädels (nämlich des Oberkopfes 1)) darf nicht übermäßig ausgeprägt sein.
Das Gesicht muss rund sein.

Die Realität ist eine andere, als dieser Standard zu Recht schreibt. Der Oberkopf nimmt bereits mehr als ein Drittel bis zur Hälfte des gesamten Kopfes ein, und das Gesicht - das nach diesem Standard rund sein sollte - ist oval und in den unteren Teil des Kopfes verlagert.

ovales Gesicht

1) Weshalb ist hier der Oberkopf gemeint?

Wenn Sie den Standard genau lesen, ist hier das Wort skull = Schädel auf den Oberkopf eingeschränkt:
"from where the forehead begins" = wo die Stirn beginnt.

Und lesen Sie in Merriam-Webster bei "skull" weiter, lesen Sie folgendes:
"Related to SKULL
Synonyms: cranium"

In Deutsch:
Verwandt mit Schädel
Synonym: cranium

Das Cranium ist nach Merriam-Webster:
cra·ni·um
plural cra·ni·ums or -nia \-nē-\
Definition of CRANIUM
: skull; specifically : the part that encloses the brain : braincase

In Deutsch:
Definition von CRANIUM
: Schädel; insbesondere: der Teil, welcher das Gehirn einschließt (=Gehirnschädel nach Roche-Lexikon) : Gehirnschädel

Sie sehen alleine an diesem Standard, dass das Wort "Schädel" mehrdeutig verwendet wird:
Mal ist der gesamte Schädel = Gehirnschädel plus Gesichtschädel gemeint.
Mal ist nur der Oberkopf = Gehirnschädel gemeint.

Die Stirn, Nase und das Kinn erscheinen so, dass sie auf einer vertikalen Linie liegen

Das ist eine Ergänzung des Standards, welche seit 2007 hinzu gekommen ist.
Wenn also Stirn, Nase und Kinn eine vertikale Linie bilden (gelbe Linie in beiden Bildern), dann muss das Gesicht nach innen gewölbt sein (ich nenne das "Tellergesicht"), sonst würde die Nase über diese gerade Linie hinaus ragen.

altmodischer Persertyp moderner Persertyp
Links: der Kopf eines "alten" Persertyps Rechts: der Kopf eines modernen Persers
Ein typischer brachyzephaler Kopf - siehe oben unter dem Titel "Die Stirn muss gewölbt sein".

Wenn der Kopf rund sein soll, das heißt doch "räumlich rund" und nicht nur rund in einer Fläche, also in allen Ansichten (Vorderansicht, Seitenansicht) rund.
Die beiden Bilder sprechen für sich.
Der moderne Perser hat auch, von der Seite gesehen, einen ovalen Kopf.

Die Nase muss kurz, breit und eine Stupsnase sein.

Es gibt hier keine Aussage - wie bei den obigen Standards, in welchem Verhältnis die Länge zur Breite der Nase stehen soll. Das ist der subjektiven Interpretation überlassen.
Doch soll der Perser eine Stupsnase haben, was dazu geführt hat, dass der obere Rand des Nasenspiegels nach oben gewölbt ist, wie es bei der geforderten Stupsnase der Fall ist. Man sieht dann oft eine Falte auf der Nase oberhalb des Nasenspiegels.

Der Break der Nase muss in der Mitte zwischen den Augen (centered = zentriert) liegen.

Liest man bei Webster, was "centered" bedeutet, findet man folgende Erklärung:

Main Entry: 2center
Function: verb
Inflected Form(s): cen·tered; cen·ter·ing
transitive verb
1 : to place or fix at or around a center or central area or position <center the picture on the wall>
3 : to adjust (as lenses) so that the axes coincide
intransitive verb : to have a specified center : FOCUS
usage The intransitive verb center is most commonly used with the prepositions in, on, at, and around. At appears to be favored in mathematical contexts; the others are found in a broad range of contexts. Center around, a standard idiom, has often been objected to as illogical. The logic on which the objections are based is irrelevant, since center around is an idiom and idioms have their own logic. Center on is currently more common in edited prose, and revolve around and similar verbs are available if you want to avoid center around.
Haupteintrag: 2zentrieren
Funktion: Zeitwort (Verbum)
Ableitungen: zentriert; zentrierend
transitives Verbum
1: um oder rund um einen Mittelpunkt oder eine zentrale Stelle platzieren oder fixieren, oder positionieren <das Bild an der Wand mittig anbringen>
3: so ausrichten (wie Linsen), dass sich die Achsen schneiden
intransitives Verbum: ein bestimmtes Zentrum (einen bestimmten Mittelpunkt) haben: FOKUS
Verwendung: Das intransitive Verbum 'sich zentrieren' wird meist mit den Präpositionen in, auf, bei und um verwendet. 'Bei' scheint bevorzugt im mathematischen Kontext verwendet zu werden. Die anderen Präpositionen sind in anderen Zusammenhängen weit verbreitet . 'Rund um' ist eine Standardredewendung und wurde oft als unlogisch abgelehnt. Die Logik, auf der diese Ablehnung basiert, ist irrelevant, den 'seinen Mittelpunkt rund um ... haben' ist ein Idiom, und Idiome haben ihre eigene Logik. 'Zentrieren auf, um' wird gegenwärtig mehr in der geschriebenen Prosa verwendet, und Zeitwörter wie 'seinen Fokus haben' oder ähnliche können ebenfalls verwendet werden, will man 'sich zentrieren um' vermeiden.
  Anmerkung: Die Präpositionen, die im Deutschen verwendet werden, entsprechen nicht notwendigerweise denen im Englischen.

Der Break muss also zentriert zwischen den Augen liegen, d.h. muss seinen Mittelpunkt um eine zentrale Stelle haben, nämlich wo sich die Achsen horizontal mitten durch die Augen und vertikal zwischen den Augen schneiden.
Leider sieht die Realität anders aus.

Stopp der Nase

Wo sich die beiden Achsen (in weiß gezeichnet) treffen, ist die Stelle, wo der Break zentriert sein sollte. In der Realität setzt der Break oberhalb an, nämlich wo die rote Achse eingezeichnet ist.

Schlussfolgerungen

bulletEs gibt einige deutliche Formulierungen in den Standards. Die Realität weicht hier jedoch erheblich vom Idealbild ab.
Warum? Wer ist an diesen Abweichungen beteiligt?
bulletEs gibt einen deutlichen Unterschied, wie der Ansatz der Nase sein soll, ob mit einem Break oder einem Stop.
Beiden Wörtern gemeinsam ist, dass sie einen abrupten Übergang zwischen dem Ansatz der Nase und der Stirn ausdrücken.
bulletIn allen Standards soll der Kopf rund sein. Dies bedeutet, dass seine Form in einem Quadrat eingeschrieben werden kann, räumlich gesprochen in einen Würfel.
In der Realität ist der Kopf oval und bildet eine horizontal liegende Ellipse, kann also in einem Zylinder eingeschrieben werden.
bulletIn allen Standards soll der Schädel sehr breit sein. Eine bedenkliche Formulierung, die zu breite Köpfe fördert und begünstigt.
bulletDer Break, Stop der Nase soll zwischen den Augen liegen. Nicht bei allen Standards ist erklärt, was 'zwischen den Augen' bedeuten soll.
bulletDas Verhältnis zwischen Länge und Breite der Nase ist eher vage beschrieben. Es gibt keine Angaben, wie kurz oder wie lang die Nase sein soll. Das lässt der subjektiven Interpretation freien Lauf, mit all den bekannten Problemen zum Thema tränende Augen, degenerierter Tränenkanal, Atemprobleme.
bulletWo der obere Rand des Nasenspiegels liegen soll, ist in keinem der Standards beschrieben. Auch dies ist bedenklich.
bulletIn keinem der Standards ist beschrieben, wo sich das Gesicht befinden soll. Wie die Realität zeigt, ist das Verhältnis zwischen Oberkopf und Gesicht unharmonisch und disproportional, da das Gesicht in den unteren Teil des Kopfes verlagert ist.
Meist ist das Gesicht nicht rund, sondern oval, was die logische Folge des nicht runden Kopfes ist.

Vielleicht ist es provokativ, vielleicht stimmt es aber auch einige nachdenklich:
Die Standards lassen zu viel Spielraum für subjektive Interpretationen und scheinen nicht unter dem Aspekt gesunder und harmonischer Proportionen verfasst worden zu sein.

© katzenzeitung 2/2007
Update 11/2010
P.S.: Es hat sich Nichts Wesentliches am Standard in Richtung 'gesunde Proportionen' verändert.


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Lesen Sie die Artikel unserer Ausgaben  11/2010, 2/2007-erweitert, 4/2008


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