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Das Skelett Index
Einige Zahlen im Überblick
| Pferd |
683 Knochen |
| Hund |
321 Knochen |
| Katze |
240 Knochen |
| Mensch |
202 Knochen |
Die Katze hat ungefähr 240 Knochen, abhängig, wie viele Schwanzknochen
sie hat.
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| sagittale Ebene |
ist eine vertikale Ebene
entlang der Körperachse und teilt den Körper in eine linke und
rechte Hälfte |
| transversale Ebene |
ist eine vertikale
Ebene, senkrecht (im rechten Winkel) zur Körperachse, sie teilt
den Körper in eine craniale und eine caudale Hälfte |
| frontale (auch
coronal genannt) Ebene |
ist eine waagrechte
Ebene durch die Körperachse und teilt den Körper in eine dorsale
und eine ventrale Hälfte |
| dorsal |
bezieht sich auf den
Rücken (=dorsum), also in die Richtung des Rückens, in der Hälfte des
Rückens liegend |
| bezieht sich auf den
Fußrücken |
| ventral |
bezieht sich auf den
Bauch (=venter), also in Richtung des Bauches, in der Hälfte des Bauches
liegend |
| cranial |
bezieht sich auf den
Schädel (cranium = knöcherner Schädel), also in die Richtung des Kopfes, in der Hälfte, wo der Kopf
ist, liegend |
| caudal |
bezieht sich auf den
Schwanz (= cauda) oder ein schwanzähnliches Gebilde, also in die Richtung des
Schwanzes, in der Hälfte, wo der Schwanz ist, liegend |
| lateral |
bezieht sich auf die
Seite des Körpers, also auf der Seite |
| proximal |
nahe der Mitte, nahe dem
Zentrum, nahe der Mittellinie |
| distal |
weg von der Mitte, weg
vom Zentrum, weg von der Mittellinie |
| plantar |
bezieht sich auf die
Unterseite des Fußes, Fußsohle |
Nach oben
Die Katze ist ein Quadruped (Vierbeiner), im Unterschied zum
Menschen, der ein Biped (Zweibeiner) ist.
Ebenso ist die Katze ein Digitigrad (Digigrad, Zehengänger),
sie geht auf ihren Zehen, solche Tiere sind meist schneller. Im
Unterschied zum Menschen, der ein Plantigrad (Sohlengänger) ist, also
mit der gesamten Fußsohle, inklusive Ferse, den Boden berührt. Tiere,
die nur mit den Zehenspitzen den Boden berühren - meist Tiere mit
Hufen, werden Ungulaten genannt, z.B. Pferde, Rinder.
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| Atlas |
1. Halswirbelknochen, trägt den Kopf |
| Axis |
2. Halswirbelknochen, dient als
Drehachse für den Atlas |
| Orbit |
Augenhöhle
Lesen Sie dazu die Überlegungen bei
Siam und
Perser. |
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| Zähne |
Zahnformel der Katze:
Milchzähne: 26 Zähne
oben: 3 Vor-Backenzähne, 1 Fangzahn, 3 Schneidezähne
unten: 2 Vor-Backenzähne, 1 Fangzahn, 3 SchneidezähneGebiss einer erwachsenen Katze: 30 Zähne
oben: 1 Backenzahn, 3 Vor-Backenzähne, 1 Fangzahn, 3 Schneidezähne
unten: 1 Backenzahn, 2 Vor-Backenzähne, 1 Fangzahn, 3
Schneidezähne
Der Zahnwechsel erfolgt in der Regel im 6. Monat, also um die 24.
Woche herum. |
| Mandibula |
Unterkieferknochen, beweglicher
Knochen, ist mit dem Oberkiefer über ein Scharniergelenk verbunden |
| Deformationen |
Brachycephalie
(Kurzköpfigkeit)
brachy ... Griechisch: kurz
cephalus ... Lateinisch: Kopf
Kurzköpfige Rassen (wie Perser, Exotic) sind prädisponiert für
Probleme in den oberen Atenwegen, die als brachyzephales
Syndrom zusammengefasst werden.
Brachyzephalie geht einher mit verengten Nasenlöchern,
verlängertem und verdickten Gaumensegel, sowie überproportional
vergrößerten und hervortreten Augen. Ebenso sind oft die
Tränenkanäle geknickt oder fehlen überhaupt.
Lesen Sie dazu:
Probleme bei den Augenlidern (Rolllid), Probleme im
nasolakrimalen System |
Prognathie - Progenie
Vorbiss - Unterbiss
Tritt meist bei kurzköpfigen Rassen (Perser, Exotic) oder sehr
langköpfigen Rassen (Siam) mit schmalem Kiefer auf.
Der Unterkieferknochen ist entweder vorgeschoben (Vorbiss), sodass
die untere Zahnreihe vor die obere Zahnreihe steht (Progenie),
oder zu kurz geraten, sodass die obere Zahnreihe über die untere
steht (Prognathie). |
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| Hyoid |
Zungenbein, ist am Schlucken und
Sprechen beteiligt
Entwicklungsgeschichtlich ist es ein Rest des ersten Kiemenbogens.
Bei Großkatzen ist es knorpelig und flexibel, was sie zum Brüllen
befähigt, jedoch nur ein Einweg-Schnurren beim Ausatmen
ermöglicht.
Bei der Katze ist das Zungenbein verknöchert, was sie zum
Zweiweg-Schnurren befähigt beim Ein- und Ausatmen, ihr jedoch kein
Brüllen ermöglicht. |
| Scapula |
Schulterblatt
Das Schulterblatt ist nicht fest mit der Wirbelsäule verbunden
(also nicht über das Schlüsselbein verbunden), sondern über
Muskeln. Daher ist es sehr beweglich, und die Katze kommt durch
den kleinsten Spalt. |
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Acromion |
zeigt Richtung Bauch; wichtiger
Ansatz für Muskeln |
| Metacromion |
zeigt Richtung Schwanz; wichtiger
Ansatz für Muskeln |
| Cavitas gleniodalis |
Schulterblattpfanne, in welcher der
Kopf des Oberschenkels liegt |
| Clavicula |
Schlüsselbein,
dieses
ist verkümmert und nicht mit der Wirbelsäule verbunden, sondern in
einem Muskel eingelagert. |
Nach oben
| Vorderbeine |
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Caput |
Kopf des Humerus |
| Humerus |
Oberschenkelknochen |
| Der Unterschenkel
besteht aus zwei Knochen, die über ein Gelenk miteinander
verbunden sind, dies bewirkt auch, dass die Pfoten gedreht werden
können. |
| Radius |
Speiche, einer der zwei
Unterschenkelknochen |
| Ulna |
Elle, der zweite der
zwei Unterschenkelknochen |
| Incisura radialis |
ist eine Einwölbung der
Speiche, wo der Kopf der Elle mit der Speiche verbunden ist |
| Krallen

Die Katze kann die Krallen ausfahren und wieder einziehen.
Die Katze wetzt und schärft nur die Krallen der Vorderpfoten, wo
sich auch Duftdrüsen zum Markieren des Reviers befinden. Die
Krallen der Hinterpfoten werden mit den Zähnen geschärft.
Die Krallen sind nicht aus demselben Material wie die Knochen,
sondern aus Keratin. |
Incisura trochlearis |
ist eine Einwölbung, wo
der Oberschenkel mit der Elle verbunden ist |
| Styliod = Processus
styloideus |
Griffelfortsatz; die
beiden Fortsätze bilden jeweils den Rand des Ristes |
| Phalanges |
Finger-, Zehenglieder |
| Carpal = Vorderhand
(-fuß), Carpales |
7 Handwurzelknochen,
wodurch die Pfote sehr beweglich ist. |
| Metacarpal,
Metacarpales |
5 Mittelhandknochen |
| Digitus |
5 Zehen, wobei der 5.
Zeh (innen) höher sitzt. |
| Hinterbeine |
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Pelvis |
Becken |
| Cauda |
Schwanz |
| Acetabulum |
napfförmige Vertiefung
des Hüftbeins (Pfanne), wo der Oberschenkel anschließt |
| Caput |
Kopf des Knochens |
| Femur |
Oberschenkelknochen |
| Trochanter major und
minor |
sind Ansatzpunkte für
wichtige Muskeln |
| Patella |
Kniescheibe |
| Der Unterschenkel
besteht aus zwei Knochen. |
| Tibia |
Schienbein |
| medial Malleolus |
bildet den medialen (zur
Mitte gelegenen) Rand des Knöchels |
| Fibula |
Wadenbein |
| lateral Malleolus |
bildet den lateralen
(zur Seite gelegenen) 'Rand des Knöchels |
| Calcaneus |
Fersenbein |
| Tuber calcanei |
ein Höcker des
Fersenbeins, wo die Achillessehne ansetzt |
| Phalanges |
Finger-, Zehenglieder |
| Tarsus, Tarsales |
3 Reihen
Fußwurzelknochen |
| Metatarsus,
Metatarsales |
Mittelfußknochen |
| Digitus |
4 Zehen |
| Deformationen |
Patellaluxation
Siehe unten bei Hüftgelenk,
Kniegelenk |
Polydaktylie
Zu viele Zehen, in der Regel an den Vorderpfoten.
Es gibt verschiedene Arten von Polydaktylie, wobei die Mehrzahl
der Katzen nicht beeinträchtigt ist, nur eine Art kann zu
Beeinträchtigungen führen.
Lesen Sie dazu:
Messybeast Polydactyl Cats
Bekannt sind die
Hemingwaykatzen. |
Twisty cats - Kängarookatzen
Das sind Katzen mit zu kurzen Vorderbeinen.
Lesen Sie dazu:
Messybeast Twisty cats |
Syndaktylie - Hypodaktylie
Spaltfuß, die Katzen haben meist zwei große Zehen an den
Vorderpfoten, wobei der äußere Zeh meist deutlich breiter ist.
Lesen Sie dazu:
Messybeast Feline medical curiosities |
| Munchkin |
Eine besondere Form von kurzen Beinen, Vorder- und Hinterbeine,
ist die Munchkin.
Es gibt derzeit keine Literatur, die auf Probleme oder andere
genetische Defekte schließen lässt. |
Die Oberschenkel sind kürzer als die Unterschenkel, wie bei allen
Lauftieren. Die Knochen werden nach unten zu den Zehen hin immer
länger.
Nach oben
| Pelvis |
Becken

von oben gesehen |
Os coxae |
Hüftbeine.
Das Becken besteht aus zwei gleichen Hälften, den Hüftbeinen.
Das Hüftbein ist ein Verschmelzungsprodukt aus Sitzbein, Schambein
und Darmbein. |
| Cingulum membri inferioris |
Beckengürtel
Er besteht aus den Hüftbeinen, dem Kreuzbein und Steißbein. Er
stellt die Verbindung zwischen der Wirbelsäule und den Beinen dar. |
| Tuber ischiadicum |
Sitzbeinhöcker,
hier
schließen wichtige Muskel an |
| Ischion |
Sitzbein, Gesäß,
Hüftbein |
| Foramen ischiadicum |
Sitzbeinloch,
unterteilt in majus (groß) und minus (klein) |
| Acetabulum |
napfförmige Vertiefung
des Hüftbeins (Pfanne), wo der Oberschenkel anschließt |
| Symphysis pubica |
Becken- oder
Schambeinsymphyse, Gelenk, welches die beiden Schambeine verbindet |
| Os pubis |
Schambein, bildet den
mittleren Teil der Hüftpfanne |
| Os ilium |
Darmbein, bildet den
oberen Abschnitt der Hüftpfanne |
| Crista iliaca |
Darmbeinkamm,
hier
schließen z.B. die Bauchmuskeln an |
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Die beiden
Muskel, die hier angeführt sind, haben zwei Funktionen und wirken
gegeneinander (antagonistisch). |
| Rectus femoris |
Der Muskel setzt am
Darmbein an, eine Sehne führt über die Kniescheibe, er endet am
Schienbein. Er beugt den Oberschenkel, indem er ihn nach
vorne bewegt, und streckt damit den Unterschenkel. |
| Semimembranosus |
Der Muskel setzt am
Sitzbeinhöcker an und endet medial am Oberschenkel und der
gegenüberliegenden Seite des Schienbeins. Er streckt den
Oberschenkel, indem er ihn nach hinten bewegt, und beugt
damit den Unterschenkel. |
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Deformationen |
Hüftdysplasie (HD)
vererbliche und angeborene Missbildung der Hüftpfanne (zu flaches
Acetabulum, nicht korrekt ausgebildeter Kopf des Oberschenkels) |
Patellaluxation
Fehlstellung (Zur Seite-Springen) der Kniescheibe |
Nach oben
Wird fortgesetzt!

© katzenzeitung 4/2008 |
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